Slatine durch die Jahrhunderte.....

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Der Name Ciovo wird zum ersten Mal im Jahre 1552 in der Regelungschrift der Bruderschaft von Trogir "Jungfrau beim Meer" (Matrikula aliti vam naredbe skupšćine B. D. Marie od Krajmora u Čihovo od Troghira) erwähnt.  Alte Römer haben die Insel Bua, Boa, Boas und Bavo genannt. Die Version Bavo wurde im I. Jahrhundert nach Christi von Plinius dem Älteren (79. J. n. Ch. ), die Version Boas im IV Jahrhundert n. Ch. von Amian Marcelin erwähnt. Ebenso wurde in der sogenannten Peuntigeros Karte, die wahrscheinlich um 340 n. Ch. entstanden ist, als Boa erwähnt. In verschiedenen historischen Quellen in lateinischer Sprache werden durchs ganze Mittelalter hindurch verschiedene Varianten der Namen Boa, Buva, Bua und Bavo verwendet

Es wird angenomen, daß alle Namenvarianten den Ursprung in Phönischer oder Ilirischer Sprache
haben. Auf jeden Fall  stammen sie aus den Zeiten vor der griechischen und romanischen Koloniezierung der ganze Region. Die alten Namen sind Dank der Romanen erhalten geblieben, die unberührt im gut befestigten Trogir überdauert haben.

D
ie Insel Ciovo wurde nach dem Krieg im Jahre 1243 auf Grund des Friedensvertrages zwischen Trogir und Split aufgeteilt. Okruk, Žedno und Arbanija waren Trogir und Slatine dem Split zugeteilt. Diese Auft
eilung ist bis zum heutigen Tage wirksam geblieben.

 
Reste der Kirche der Hl. Maria, Pišćina 
(Zustand aus 1941.)





Dorf Wohnhaus

Wer die ersten Siedler von Slatine waren ist bis Heute nicht eindeutig bekannt. Nach diversen Quellen zu römischen Zeiten wurden Sträflinge und Aussätzige auf die Insel Ciovo verbannt. Aber es sprechen auch zahlreiche Quellen dafür, daß durch das ganze Mittelalter auf der Insel Eremiten und Mönchen der urchristlichen Kirche gelebt haben sollen.

Bereits im IV. Jahrhundert in der Region im mittleren Dalmatien findet sich eine uralte religiöse Askese, die vom Heiligen Atanasium den Grossen, nach dem Vorbild vom Heiligen Benedictus eingeführt wurde und welche Bewegung sehr viele Anhänger hatte. Die waren ununterbrochen von verschiedenen Häretikern,  den Vordringern der barbarischen Stämme und der Völker vom Norden gefährdet. Aus diesem Grund waren sie gezwungen vielerorts in Höhlen und schwer zugänglichen Behausungen zu leben. Die Insel Ciovo war als solche Zuflucht sehr geeignet und aller Wahrscheinlichkeit nach auf dieser Weise besiedelt.


Nach de
m almeligen Zwiespalt und Zusammenstoss zwischen urchristlichen und prowestlich lateinischen Kirche - wegen verschiedener Deutungen des Christentums,  den Konzilen in Split in den Jahren 924 und 926-7, nach der "Filioque" - Einführung im XI. Jahrhundert und während des Pontifikats von Papst Georg VII (Hildebrand) - übergeht das mittlere Dalmatien unter die endgültige römische kirchliche Herrschaft. 

Danach wird das Leben auf de
r Insel bedeutend sicherer bis zum Vordringen der Türken auf der balkanischen Halbinsel. 


Bauernhaus, Detail



Dorfidylle aus alten Zeiten

Slatine und Mittel Dalmatien haben durch die Jahrhunderte viele Herrscher kennen gelernt. Im XV. Jahrhundert wird Dalmatien an Venedig verkauft und fällt somit unter die Kontrolle der Habsburger Monarchie. Nach Beendigung des I Weltkrieges, somit auch der Zerfall der K.u.K. Monarchie, wird auf der balkanischen Halbinsel als logische Folge ein Königreich formiert, das später Jugoslawien genannt wird. Dalmatien wird ein Teil des neuen Staates Jugoslawien bis zum II. Weltkrieg. Nach Beendigung des II. Weltkrieges werden Slatine und Dalmatien ein  Teil des kroatischen Staates, der mit den übrigen föderalen Republiken die SFR Jugoslawien bildet. Mit dem Zerfall des jugoslawischen Staates im Jahre 1991 wird Dalmatien der schönste Teil der neuanerkannten Republik Kroatien.
  Der Name Slatine stammt mit absoluter Sicherheit vom Wort "slatina"ab, was "die Quelle" bedeutet. Es ist bekannt, dass in alten Zeiten auf der Insel viele Quellen mit halbsalzigem Quellwasser waren. Der Name Slatine wird zum ersten Mal vom Historiker Lucic aus Trogir erwähnt. Er hat geschrieben, dass die Einwohner von Kastela -  nach dem Fall der Festung Klis im Jahre 1537 - vor den Türken auf die Insel Ciovo geflüchtet sind, "...und somit hat sich auf diese Weise die Bevölkerung von Slatine, Zedno und Okruk vermehrt...". Daraus kann man annehmen, dass Slatine bereits früher existiert hat, weil hier ausdrücklich über "die Vermehrung der Bevölkerung" gesprochen wird.


Dorfstrasse


Volkszählung, "Nota od puka"

 
Der Umfang der Ansiedlung lässt sich erst zwei Jahrhunderte später zuverlässig nach der ältesten "Volkszählung" aller Angehörigen der Pfarrei von Slatine nachvollziehen. Die "Volkszählung" hat im Jahre 1726 der Pfarrer Don Marko Skaric aus Slatine verfasst und nach Split zur Oberbischöflichen Kanzlei geschickt. Er hat das Werk "Nota od puka" (Notiz vom Volk) benannt und es wurde mit der speziellen altslawischen Schrift des westlichen Typus geschrieben, der bis zum 19. Jahrhundert bei dem "glagoljanischen" Klerus im Gebrauch war. Seit dieser Zeit und bis Heute wird die Entwicklung und Existenz von Slatine im "Buch" "Lieber memorabilium" dokumentiert, was im Pfarrarchiv von Slatine aufbewahrt wird.


Detail von vorromanischer Kirche vom Hl. Petrus von der  Bucht Supetarska

     
 


Slatine Porat am 16.01.1968. während des Unwetters mit den Sturm von 160 Km/St.


Alte Porat

 


Alte Porat

 

 

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